Sparrechner: Endkapital, Sparrate, Laufzeit und Zinssatz für Ihren Sparplan berechnen
Der Sparrechner zeigt, was aus einem Startkapital und einer regelmäßigen Sparrate mit Zinseszins wird, oder rechnet rückwärts aus, welche Rate, Laufzeit oder welcher Zins für ein Sparziel nötig ist.
Erste Rechnung: von der Eingabe zum Ergebnis
- Unter „Was berechnen?“ den gesuchten Wert wählen, für die erste Rechnung „Endkapital“.
- Startkapital, monatliche Sparrate, Laufzeit in Jahren und Zinssatz p.a. eintragen, zum Beispiel 5.000 €, 150 €, 10 Jahre und 3 %.
- Unter „Weitere Optionen“ nur ändern, was das Angebot verlangt: Zinsgutschrift, Einzahlung zum Monatsanfang, Dynamik, Steuern, Inflation; die Vorlagen setzen typische Werte für Tagesgeld, Banksparplan und ETF.
- Endkapital, eigene Einzahlungen und Zinsen ablesen; im Diagramm zeigt ein Klick oder Tippen auf ein Jahr den Stand in diesem Jahr.
- „Tabelle pro Jahr anzeigen“ listet alle Jahreswerte; „Tabelle als CSV“ lädt sie für Excel herunter.
Für die Rückwärtsrechnung tritt das Sparziel an die Stelle des gesuchten Werts. Der Zinssatz lässt sich nicht mit einer Formel umstellen; der Rechner ermittelt ihn schrittweise auf zwei Nachkommastellen.
Diese Angaben braucht der Sparrechner
- Startkapital
- Geld, das bereits vorhanden ist und in den Plan fließt; 0 € ist zulässig
- Sparrate
- Betrag, der nach Fixkosten und unregelmäßigen Ausgaben dauerhaft übrig bleibt
- Laufzeit oder Zieltermin
- in Jahren oder Monaten
- Zinssatz
- aus den Konditionen der Bank (nominal p.a.) oder als Renditeannahme beim ETF
- Zinsgutschrift
- monatlich, vierteljährlich oder jährlich, steht im Preis- und Leistungsverzeichnis
- Sparziel
- nur nötig, wenn Sparrate, Laufzeit, Zinssatz oder Startkapital gesucht sind
Wie viel monatlich tatsächlich frei ist, ermittelt der Rechner Sparrate aus Einkommen. Ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben sollte stehen, bevor Geld langfristig gebunden wird.
Welchen Zinssatz Sie eintragen: Tagesgeld, Festgeld, Banksparplan, Bausparen oder ETF
| Sparform | Zins oder Rendite | Verfügbarkeit | Zeithorizont |
|---|---|---|---|
| Tagesgeld | variabel, folgt dem EZB-Einlagenzins (2,00 %) | täglich | 0–3 Jahre |
| Festgeld | fest für die Laufzeit | erst zum Laufzeitende | 1–5 Jahre |
| Banksparplan | fest oder variabel, teils mit Bonus | nach Vertrag | 3–10 Jahre |
| Bausparvertrag | niedrig, dafür Anspruch auf Darlehen | zweckgebunden | bis zur Immobilie |
| ETF-Sparplan | Annahme 5–7 % vor Steuern, schwankend | börsentäglich | ab 10 Jahren |
Bei Bankprodukten gehört der Nominalzins aus den Konditionen in das Feld. Neukundenzinsen beim Tagesgeld gelten meist nur drei bis sechs Monate; für längere Laufzeiten ist ein vorsichtiger Durchschnitt realistischer. Beim ETF-Sparplan ist der Wert eine Annahme: Wer sein Ziel auch mit 4 % erreicht, plant belastbar.
Weitere Optionen: Sparintervall, Zinsgutschrift, Einzahlungszeitpunkt, Dynamik und Festlegungsfrist
| Option | Auswahl | Endkapital |
|---|---|---|
| Sparintervall | 200 €/Monat oder 2.400 €/Jahr | 27.948 € / 27.566 € (Jahresende) / 28.405 € (Jahresanfang) |
| Zinsgutschrift | monatlich oder jährlich | 27.948 € / 27.892 € |
| Einzahlungszeitpunkt | Monatsende oder Monatsanfang | 27.948 € / 28.018 € |
| Dynamik | +2 % Sparrate pro Jahr | 30.453 € bei 26.279 € Einzahlungen |
| Festlegungsfrist | 3 Jahre ohne Einzahlung | 30.577 € |
Die Standardeinstellung (monatliche Rate am Monatsende, monatliche Zinsgutschrift) passt zu den meisten Sparplänen. Banksparpläne zahlen oft zu Monatsbeginn ein und schreiben Zinsen jährlich gut; diese beiden Optionen bilden das ab. Die Festlegungsfrist lässt das Kapital nach der letzten Rate weiterlaufen, ohne neue Einzahlungen.
So rechnet der Sparrechner: Formeln für Endkapital, Sparrate und Laufzeit
K₀ Startkapital · R Sparrate · i Zins pro Periode, bei monatlicher Rechnung p ÷ 12 · n Anzahl der Perioden · Kₙ Endkapital · p Jahreszins
In Excel und Google Sheets liefert =ZW(3%/12;120;-150;-5000) dasselbe Endkapital wie der Rechner, =RMZ die Sparrate und =ZZR die Laufzeit.
Warum andere Sparrechner und Ihre Bank andere Ergebnisse zeigen
| Annahme | Variante A | Variante B | Ergebnis A | Ergebnis B |
|---|---|---|---|---|
| Zins pro Monat | p ÷ 12 | effektiver Jahreszins | 150.677 € | 146.177 € |
| Einzahlung | Monatsende | Monatsanfang | 150.677 € | 151.431 € |
| Zinsgutschrift | monatlich | jährlich, unterjährig linear | 150.677 € | 146.218 € |
Alle Werte sind korrekt; sie beruhen auf unterschiedlichen Konventionen. Wer ein Ergebnis mit dem Kontoauszug vergleicht, stellt Zinsgutschrift und Einzahlungszeitpunkt wie im Vertrag ein. Kleine Restabweichungen entstehen durch Zinstagemethoden wie act/365 oder 30/360.
Rechenbeispiele: Endkapital und nötige Sparrate in Tabellen
| Sparrate | 2 % · 5 J. | 2 % · 10 J. | 2 % · 20 J. | 2 % · 30 J. | 6 % · 5 J. | 6 % · 10 J. | 6 % · 20 J. | 6 % · 30 J. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 50 € | 3.152 | 6.636 | 14.740 | 24.636 | 3.489 | 8.194 | 23.102 | 50.226 |
| 100 € | 6.305 | 13.272 | 29.480 | 49.273 | 6.977 | 16.388 | 46.204 | 100.452 |
| 200 € | 12.609 | 26.544 | 58.959 | 98.545 | 13.954 | 32.776 | 92.408 | 200.903 |
| 500 € | 31.524 | 66.360 | 147.398 | 246.363 | 34.885 | 81.940 | 231.020 | 502.258 |
| Sparziel | 2 % · 5 J. | 2 % · 10 J. | 2 % · 20 J. | 6 % · 5 J. | 6 % · 10 J. | 6 % · 20 J. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 10.000 € | 158,61 | 75,35 | 33,92 | 143,33 | 61,02 | 21,64 |
| 25.000 € | 396,53 | 188,37 | 84,80 | 358,32 | 152,55 | 54,11 |
| 50.000 € | 793,05 | 376,73 | 169,61 | 716,64 | 305,10 | 108,22 |
| 100.000 € | 1.586,11 | 753,47 | 339,22 | 1.433,28 | 610,21 | 216,43 |
Laufzeit, Rendite oder Sparrate: welcher Hebel am meisten bewirkt
Basis: 150 € monatlich, 6 %, 30 Jahre, ohne Startkapital
Die Laufzeit wirkt am stärksten, weil der Zinseszins vor allem in den späten Jahren zuschlägt. Wer zehn Jahre später beginnt, braucht für dasselbe Ziel mehr als die doppelte Rate. Nach der 72er-Regel verdoppelt sich ein Betrag bei 6 % in rund zwölf Jahren, bei 2 % erst in 36.
Steuern auf Zinsen und Erträge: was vom Endkapital netto bleibt
| Wert | Höhe | Bedeutung |
|---|---|---|
| Sparer-Pauschbetrag | 1.000 € / 2.000 € | Erträge bis zu dieser Summe pro Jahr bleiben steuerfrei, einzeln bzw. zusammen veranlagt |
| Abgeltungsteuer inkl. Soli | 26,375 % | auf Erträge über dem Pauschbetrag |
| mit Kirchensteuer | 27,82 % / 27,99 % | bei 8 % bzw. 9 % Kirchensteuer |
| Teilfreistellung Aktien-ETF | 30 % | dieser Teil der ETF-Erträge ist steuerfrei |
| Basiszins Vorabpauschale 2026 | 3,20 % | Grundlage der jährlichen Steuer auf thesaurierende ETFs |
| Grundfreibetrag 2026 | 12.348 € | Grenze für die NV-Bescheinigung |
| Zinsen im Jahr | Steuer | Netto |
|---|---|---|
| 600 € | 0,00 € | 600,00 € |
| 1.500 € | 131,88 € | 1.368,12 € |
| 3.000 € | 527,50 € | 2.472,50 € |
Der Pauschbetrag gilt pro Kalenderjahr. Festgeld mit Zinszahlung am Laufzeitende bündelt alle Zinsen in einem Jahr und kann ihn übersteigen, obwohl die Zinsen pro Jahr darunter lägen.
Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank die Steuer ab dem ersten Euro ab. Aufteilung des Pauschbetrags, Kirchensteuer, Günstigerprüfung und NV-Bescheinigung erklärt die Seite Steuern auf Zinsen. Rechtsgrundlage ist § 20 Abs. 9 EStG.
Inflation und Kosten: das Endkapital in heutiger Kaufkraft
| Kosten p.a. | Endkapital | Verlust durch Kosten |
|---|---|---|
| 0,0 % | 150.677 € | – |
| 0,2 % | 145.040 € | 5.637 € |
| 0,5 % | 137.042 € | 13.635 € |
| 1,0 % | 124.839 € | 25.838 € |
| 1,5 % | 113.908 € | 36.769 € |
Das EZB-Inflationsziel liegt bei 2 %; ein Tagesgeld mit 2 % Zins erhält nach Steuern die Kaufkraft nicht vollständig. Kosten wie TER, Depot- und Ausführungsgebühren wirken jedes Jahr auf das ganze Kapital. Aktuelle Inflationsraten veröffentlicht das Statistische Bundesamt.
Nach der Berechnung: Sparplan einrichten und Freistellungsauftrag stellen
- Notgroschen prüfen; fehlt er, fließt die Sparrate zuerst dorthin.
- Sparform nach Zeithorizont wählen: Tagesgeld bis drei Jahre, Festgeld für feste Termine, ETF ab zehn Jahren.
- Konto oder Depot eröffnen; die Online-Legitimation dauert 10 bis 20 Minuten.
- Dauerauftrag oder Sparplan ein bis zwei Tage nach dem Gehaltseingang terminieren.
- Freistellungsauftrag stellen; die Summe über alle Banken darf 1.000 € bzw. 2.000 € nicht übersteigen.
- Ergebnis notieren und einmal jährlich mit dem tatsächlichen Kontostand nachrechnen.
Arbeitnehmer mit vermögenswirksamen Leistungen erhalten auf bis zu 400 € Fondssparen im Jahr 20 % Arbeitnehmersparzulage, wenn das zu versteuernde Einkommen 40.000 € (zusammen 80.000 €) nicht übersteigt; Details stehen unter Vermögenswirksame Leistungen.
Sparplan anpassen: Rate ändern, pausieren oder neuen Zins nachrechnen
- Rate ändern: aktuellen Kontostand als Startkapital, neue Rate und Restlaufzeit eintragen
- Pause: zwei Phasen getrennt rechnen, die zweite mit dem Stand nach der Pause als Startkapital
- Zinssenkung beim Tagesgeld: neuen Zins für die Restlaufzeit eintragen
- Gehaltserhöhung: Dynamik in den weiteren Optionen setzen
- Bonus oder Steuererstattung: zum Startkapital addieren
Nach der Sparphase: Kapital liegen lassen oder in Raten entnehmen
Mit der Festlegungsfrist bleibt das Kapital nach der letzten Rate verzinst liegen. Soll es stattdessen eine monatliche Zahlung tragen, zeigt der Entnahmeplan-Rechner, wie lange es reicht: 300.000 € mit 1.500 € monatlich halten bei 4 % Rendite gut 27 Jahre. Gewinne aus ETF-Verkäufen über mehrere Jahre zu verteilen, nutzt den Pauschbetrag jedes Jahr neu.
Grenzen des Sparrechners: was eine Modellrechnung nicht abbildet
- Zins und Rendite bleiben über die gesamte Laufzeit konstant.
- Kursschwankungen und Verluste eines ETFs bildet der Rechner nicht ab.
- Bonuszinsen, Prämien und Abschlusskosten von Verträgen fehlen.
- Steuerwerte entsprechen dem Stand 2026.
- Das Ergebnis ist eine Modellrechnung, keine Anlageberatung.
Häufige Fragen zum Sparrechner
Wie viel muss ich monatlich sparen, um 100.000 € zu haben?
Bei 6 % Rendite 216,43 € in 20 Jahren oder 99,55 € in 30 Jahren. Bei 2 % sind es in 20 Jahren 339,22 €, ganz ohne Zins 416,67 €, weil dann alles aus eigenen Einzahlungen kommen muss.
Was werden 100 € monatlich nach 20 Jahren?
Bei 2 % rund 29.480 €, bei 6 % rund 46.204 €, jeweils bei 24.000 € eigenen Einzahlungen. Die Differenz zwischen beiden Werten zeigt, wie stark die Rendite über lange Laufzeiten wirkt.
Rechnet der Sparrechner mit Zinseszins?
Ja. Gutgeschriebene Zinsen werden in jeder folgenden Periode mitverzinst; wie oft das geschieht, legt die Zinsgutschrift fest. Für eine Einmalanlage ohne laufende Raten passt der Zinseszinsrechner für Einmalanlagen.
Werden Steuern automatisch abgezogen?
Nein, nicht in der Grundeinstellung. Das Endkapital ist ein Bruttowert; unter „Weitere Optionen“ lassen sich Abgeltungsteuer, Pauschbetrag und Kirchensteuer zuschalten.
Ist monatlich oder jährlich sparen besser?
Monatlich bringt mehr als eine Jahreszahlung am Jahresende, weil das Geld früher verzinst wird: 200 € monatlich ergeben bei 3 % in zehn Jahren 27.948 €, 2.400 € jährlich am Jahresende 27.566 €. Eine Jahreszahlung am Jahresanfang liegt dagegen vorn.
Zeigt der Rechner Verluste beim ETF-Sparplan?
Nein. Er rechnet mit einer konstanten Rendite und bildet weder Kursrückgänge noch die Reihenfolge guter und schlechter Jahre ab. Kosten, Teilfreistellung und Steuer beim Verkauf berücksichtigt der ETF-Sparplan-Rechner.
Wie viel sollte man im Monat sparen?
Als Richtwert gelten 10 bis 20 % des Nettoeinkommens. Entscheidend ist eine Rate, die auch in teuren Monaten weiterläuft; den Spielraum aus Einnahmen und Ausgaben zeigt der Rechner Sparrate aus Einkommen.